Reiner Matthias Wagner -Mediator, Rechtsanwalt, Steuerberater

Reiner Matthias Wagner
Mediator, Rechtsanwalt, Steuerberater

und Bildhauer

Pappenheimstr. 11 / 80335 München / Tel.: 089 - 51657968 / Fax 089 - 54329538
E-Mail: wagner-ra @ datevnet.de
(bitte beim Übernehmen die Leerzeichen vor und nach dem @ weglassen /
sie dienen nur dem Spamschutz/ Danke)

Gedanken zum Thema Mobbing.

Einleitung oder die Aussagen als Modell verstehen.

Wenn ich hier etwas Aussage ist es nicht "die Wahrheit", ja nicht einmal meine Wahrheit sondern ein Modell was helfen soll mit der Wirklichkeit umzugehen.


Wenn es ihnen nicht hilft, und / oder Sie anderer Meinung sind, sind Sie eingeladen alles hier in Frage zu stellen,

mit der versteckten Hoffnung, dass Ihnen wenigstens diese Anregung hilft, die Fragen zu finden die Ihnen weiterhelfen
;- "denn mit den falschen Fragen findet man nicht die richtige/ hilfreiche Antwort" aus think like a freak Steven D. Levitt + Stephen J. Dubner (Harper Collins publisher isbn: 978-0-06-229592-7)

Mit der Idee diese Seite zu schreiben begann eine Reise auf der ich mehr und mehr lerne wie schwer es für mich ist hier klare Aussagen zu finden. Dafür hat mich diese Reise mich einmal wieder mit dem Sokratischen Satz "ich lerne dass ich nichts weiß" in Berührung gebracht. Diese Offenheit finde ich spannend, aber auch anstrengend.




Was ist Mobbing


Für eine umfassende Information empfehle ich die Lektüre des entsprechenden Wikipedia Artikels zu finden unter Wikipedia zu Mobbing , dort wird definiert: "Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln. Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmäßig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen"

Ich möchte hierbei den Bereich der körperlichen Übergriffe auslassen, weil man sich dagegen leichter mit den Mitteln des Rechts zur Wehr setzen kann;( - zur Beweissicherung sofort zum Arzt, ggf. Notaufnahme, und dann ein Brief direkt an die örtlich zuständige Staatsanwaltschaft mit dem Arztbericht -.)
Wenn ich selbst noch etwas dazu beitragen kann, dann vielleicht eine Betrachtung aus einer anderen Perspektive, der Perspektive des Betroffenen / Empfängers.



Warum die Empfängerperspektive?

Ganz einfach ich bin Jurist und kein kein Psychologe, und die einzigen Daten zu denen ich Zugang habe sind meine eigenen Erfahrungen.

Als Ergebnis des ganzen Lernprozesses die das Schreiben dieser Seite ausgelöst hat, bieten die Prinzipien der "Gewaltfreien Kommunikation" nach Marshall B. Rosenberg einen wirklich erfolgversprechenden Ansatz in Mobbing Situationen zu helfen, weil Mobbing hier kurz gefasst als Gewaltanwendung mit den Mitteln der Kommunikation verstanden wird. ( Mehr zu diesem Konzept siehe bei Wikipedia unter Gewaltfreie Kommunikation .

Die Gewaltfreie Kommunikation legt ein besonderes Gewicht auf die Empfängerperspektive weil dieser Schwerpunkt eine Möglichkeit bietet die Diskussion zu entspannen, ist es doch schließlich die Wirkung beim Empfänger, die den Unterschied macht zwischen Mobbing und "normaler unliebsamer Kommunikation" oder Schikane.

Ich hatte in der Schule bis zur 7. Klasse keine Freunde; und so ab dem Alter von 9 - 10 Jahren hörte ich von meiner Schwester regelmäßig, mann bist Du blöd oder wie schaust Du denn wieder aus. Ich denke das geht im Prinzip in Richtung dessen was man heute als Mobbing bezeichnet.
Gott sei Dank hatte ich in dieser Zeit jeweils einen zuverlässigen Freund und Spielkameraden aus der Verwandtschaft, meinen Cousin.
Ich mag weder Kampf noch Streit, und bin auch nicht gut darin, Streit anfangen war also nicht die gute Option.
Unterstützung von aussen gab es nicht, nur den geschützten Rückzugsraum beim Spielen mit dem Couin.
Längerfristig blieb nichts als das Problem selber zu lösen. Widerstand ist zwecklos, er verstärkt die Angriffe oft noch, der Angriff ist sofort zu Ende wenn man ja sagt, d.h. wenn jemand gesagt hat ich sei ein Idiot, habe ich ja gesagt, denn wenn ich nein gesagt habe, hätte ich nach dem üblichen Schema "beweisen" müssen ich sei kein Idiot, und mich bei diesem Versuch sicher zum Idioten gemacht,- ich habe diese unliebsame Erfahrung vorher einige Mal gemacht -.


Was kann man für sich daraus lernen?

Ich habe damals für mich gelernt, dass ich mich gegen verbales Mobbing einfach damit zur Wehr setzen kann, dass ich ja gesagt habe. Ja ich bin ....... hässlich, blöd, etc. Man wird deshalb weder besser noch schlechter, es erfordert allerdings viel Mut sich selber gegenüber.
Schwierig wird diese Strategie, wenn man allein ist, oder Eigenschaften angesprochen sind die

  • man als große Schwäche empfindet,
  • man an sich überhaupt nicht ausstehen kann,
  • man selber gerne ändern würde, aber schon mehrfach daran gescheitert ist.

Nach einer gewissen Übung mit dieser Strategie hilft sie Stress zu vermeiden, und bietet eine Möglichkeit an dem Konflikt zu arbeiten.

Schwäche verliert ihren Charakter wenn man sie zugibt, sie mutiert dann zu einer schlichten Eigenschaft, möglicherweise halt zu einer Eigenschaft die man an sich selber nicht mag.

Weiter ist mir aufgefallen, dass einen die Aussagen am meißten ärgern, die auf eine Eigenschaft zielen die man an sich selber nicht mag. Wenn ich damit fertig werden will, muss ich zuerst Frieden mit mir selber schließen, bevor ich den Frieden mit dem anderen anstreben kann.

Wenn mich etwas quält oder eine Frage mich beschäftigt, versuche ich die Grundlagen und Prinzipien zu verstehen um daraus eine Lösung zu erarbeiten. Dies gilt für alles, Wissenschaft, Technik aber auch Menschliche Sachverhalte.

Eine Analyse der belastenden Situation mit Hilfe des Modells der 4 Bedeutungen der Kommunikation nach Friedemann Schulz von Thunkann gerade dann wenn die Beziehung geklärt werden muss sehr hilfreich sein.

    Bei Mobbingkundgebungen können die 4 Aspekte z.B. sein:
  • Selbstkundgabe,
    • Ich fühle mich nicht wohl mit Dir.
    • möglich ist auch, dass sich der Initiator sich mit sich selbst nicht wohl fühlt.
    • im Arbeitsumfeld oft
      • wir sind mit der Arbeitsleistung nicht zufrieden
      • wir möchten das Arbeitsverhältnis beenden.
  • Beziehung,
    • die Beziehung ist gestört. / wenn man hier weiterkommen will hilft nur die Frage:
      warum ist die Beziehung gestört?
  • Apell,- hier allenfalls geh mir aus dem Weg -.
  • Sachinhalt, die Beziehung zwischen uns ist gestört.



Warum ansetzen bei sich selbst als Betroffenem?

Vor 40 Jahren habe ich auf dem Münchner Theaterfestival im Olympiapark eine der beeindruckensten Aufführungen meines Lebens erlebt, Gunnar Holm Petersen spielt das Buch Hiob aus der Bibel als ein Mann Stück.
Hiob ist die älteste mir bekannte Geschichte über das was man heute als Mobbing bezeichnet oder Intrige.
Der Teufel sagt zu Gott, Hiob sei nur so fromm weil es ihm so gut ginge, "nimm ihm alles und er wird von Dir abfallen". Gott geht darauf ein umd nimmt Hiob alles was er hat, Frau, Kinder, Reichtum, Gesundheit. In diesem Stadium lebt Hiob im Dreck allein arm und mit Krätze oder einer ähnlich entstellenden Hautkrankheit.
Dennoch sagt er "der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, er wird schon wissen was er tut, ich glaube weiter an ihn".
Der Teufel verliert also seine Wette, weil Hiob sich selber hilft, er bleibt bei dem Einzigen was ihm ein wenig Sicherheit in dieser erkannbar unsicheren Welt gibt, seinem Glauben, er vertraut weiterhin auf Gott, der im daraufhin aus seinem Elend erlöst.
Hiob wird wieder gesund findet eine neue Frau, kriegt neue Kinder und wird wieder wohlhabend .
Das gelingt, weil er sich immer auf das,- zunehmend kleiner werdende -, Positive in seinem Leben konzentriert, das was ihm von Aussen keiner nehmen kann, seinen Glauben, und weil er stets bereit bleibt wieder neu anzufangen, und sich nicht von den vergangenen Verlusten gefangen nehmen lässt.

Die Aufführung war nur auf der Wiese ohne Bühne ohne Requisiten, nur mit ein bisschen Schmutz als Maske, aber so intensiv, dass mir heute noch viele Bilder von damals klar in Erinnerung sind.

Ich bin der einzige Mensch den ich wirklich ändern kann, bei Anderen wird es schwierig bis unmöglich.


Nachteile und Schwächen?

Die Methode bei sich selbst anzusetzen verlangt viel von einem, viel Geduld und Nachsicht mit sich selbst. Das oben zitierte Buch Hiob ist das beste Beispiel dafür.
Um es in die Tat umzusetzen können Meditation oder verwandte Techniken sehr helfen.

Das Eingestehen von Schwäche wirkt nur, wenn es aufrichtig ist, und das tut weh weil es am Selbstbild nagt.


Wenn es Probleme in der Arbeitsumgebung gibt hilft diese Form der Erwiderung nicht.
Wenn es nicht gelingt im Arbeitsumfeld die Beziehungsprobleme wirklich zu lösen, ist ein Wechsel der Arbeitsstelle nicht zu vermeiden.

In meinen 26 Jahren Berufserfahrung habe ich in 16 Jahren 6 mal meine Arbeit verlassen, weil es keine Perspektive hatte; - seit 10 Jahren bin ich selbständiger Unternehmer -.
Anders zu sein ist auch schwer für die anderen, und dann ist es oft besser zu gehen.


Was kann von aussen getan werden?

Im Ergebnis ist es wie bei der Medizin, von aussen kann man den Rahmen beeinflussen, so helfen Freundschaften und offenen Gespräche mit einem wohlgesonnen Personen, "gesund werden" das eigentliche Problem in sich lösen muss man selber.

Die Diskussion über Möglichkeiten der Justiz begeistert mich nicht,- obwohl ich Anwalt bin -; weil eben die Justiz nicht die Gewaltfreiheit in die Kommunikation einführt. Selbst wenn der Richter zu meinen Gunsten entscheidet ist das auch nur wieder eine Wertung, und negative Wertungen sind das Werkzeug des Mobbing,- böse verstanden kann man es daher als Fortsetzung des Konflikts mit anderen Mitteln sehen.
Gerichte entscheiden über einzelne konkrete Situationen, aber verändern weder die Parteien noch deren Kommunikation; sie werden also den Frieden nicht wirklich wieder bringen und die Befriedigung es den anderen nachgewiesen zu haben, dass sie falsch liegen ist auch schnell verflogen.


Was kann sonst noch helfen?

Mir hilft Sport, besonders Laufen empfinde ich als sehr hilfreich weil es auch die Stimmung hebt.
Wenn man hier allerdings zu viel Ehrgeiz entwickelt oder sich unter Erfolgsdruck setzt kann es gerade kontraproduktiv sein, weil man sich auch hier als "Versager" fühlt weil man nicht das erreicht hat was man sich vorgenommen hat.


Was hängt zusammen (frei assoziiert)?

Mir ist hier der Vergleich eingefallen, es ist wie ein Verlust der Heimat in sich selbst. Daher hilft auch Ehrgeiz im Sport nicht unbedingt, weil hier das Risiko zu groß ist die Heimat nicht zu finden, weil man den eigenen Ansprüchen nicht genügt.

Alles was hilft diese Heimat in sich zu finden, wird auch helfen den Konflikt positiv zu überstehen.

Wenn die Umgebung nicht passt kann man das sehen, "wie eine Allergie", manchmal hilft es nur die Umgebung zu wechseln / das Allergicum vermeiden.
Manchen Menschen leistet man den größten Dienst der Nächstenliebe wenn man ihnen den Rest seines Lebens as dem Weg geht.

Auch den Anspruch an die Welt "sie müsse einem bestimmte Umstände bieten und Ansprüche erfüllen" halte ich nicht für weiterführend, trägt doch gerade dieser Anspruch leicht zur inneren Heimatlosigkeit bei, wenn die anderen unseren Anspruch nicht erfüllen wollen oder können.



Die Rolle der

ZUGEHÖRIGKEIT

Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist ein zentrales Thema in der Entwicklung der Menschheit.
Der Mensch war vom Beginn seiner Entwicklung an ein Gruppentier, in alten Kulturen war oft die schlimmste Strafe aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Damals war das Leben extrem unsicher und nur die Gruppe konnte ein Wenig Sicherhiet und Berechenbarkeit in dieses Leben bringen.
Bewusstsein kann enorm anstrengend sein, wenn es sich auf Unsicherheit und Mangel richtet. Das ist auch noch heute so.

Mobbing setzt oft gerade hier an, mit der Aussage "Du gehörst nicht dazu, Du bist kein Teil von uns!"
Das zu hören löst beim Empfänger enormen Stress aus, weil es mit der tief in uns verankerten Angst vor dem "Ausgestoßen" sein verbunden wird und damit die Sicherheit der ganzen Existenz in Frage stellt.


Nun weiß ich für mich selber, wie sehr es mir geholfen hat zu lernen allein zurecht zu kommen, das war viel Glück; und das ist nicht jedem gegeben, leider.


Prinzipien sind Wünsche, oder die Flucht ins Abstrakte

In dem Moment in dem "Prinzipien" in ein Gespräch eingeführt werden, ist es kein Gespräch mehr.

Prinzipien sind sicher notwendig, aber sie sind auch notwendig abstrakt, d.h. wenn ich über Prinzipien diskutiere verlasse ich den Boden des Gespräches über reale Zustände, und rede über die Welt so wie sie nach meiner momentanen Meinung sein sollte.
Prinzipien werden in entgleisenden Gesprächen gern als "Waffe" eingesetzt, - "hier ist ein unantastbares Prinzip, dass Du nicht einhältst, also gehörst Du nicht dazu." oder zur Rechtfertigung von Gewalt, "man wird doch wohl noch sagen dürfen".
Diktaturen lieben Prinzipen, so lange sie sie selber bestimmen können.
Da es immer und überall Interessenkonflikte gibt, kann es kein absolut allgemeingültiges Prinzip geben. Die praktische Anwendung des Prinzips muss im Konfliktfall immer verhandelt werden, darum setzt jede Gerichtsentscheidung eine mündliche Verhandlung voraus, die nichts anderes ist als eine Verhandlung über die praktische Anwendung eines Prinzips in einem konkreten Einzelfall.

Die Berufung auf ein Prinzip im Einzelfall ohne Verhandlung ist Gewaltanwendung /Diktatur, daher haben die weisen Urheber unserer Verfassung jede dieser Entscheidungen, die das Verwaltungshandeln des Staates unvermeidlich mit sich bringt, der Kontrolle durch Gerichte unterworfen in Art. 19 Absatz 4 des Grundgesetzes.
Daher sollte auch die Idee "ich rede über mich" besser nicht als Prinzip verstanden werden, sondern als Wegweiser wie man ein Gespräch in friedliche Bahnen führen kann, und als "Kompass" um den wahren Inhalt einer Aussage zu erkennen.

"Ich rede über mich" führt meinen Inhalt der Botschaft ins Reale zurück,- meine Ideen, Wünsche, Gefühle und Empfindungen -,
und verweist für die Interpretation der Botschaft der Andern auf den "Selbstkundgabe Inhalt" der in seiner Botschaft steckt, im Sinne des Interpretations- 4 Ohren Modells von Friedemann Schulz von Thun.
Wenn man diese Selbstkundgabe schon klar in die Formulierung einbaut, wird es für den Hörer viel leichter eben dieses auch so zu verstehen, dass die Aussage nur für mich und meine Gedanken gilt und eben gerade darum keine allgemeingültige Tatsache ist. Hier schließt sich der Kreis, dann rede ich über mich.



Über Gewalt in der Kommunikation?

Die große und bisher nicht befriedigend gelöste Aufgabe ist es die Gewalt aus der Kommunikation zu vertreiben.
Gewalt ist begleitet unser Leben und auch die Geschichte der Menschheit von Anfang an. Um zu überleben müssen wir uns jede Minute gegen tausende von Mikroorganismen wehren, die uns andernfalls krank machen und töten können. Auch unsere Ernährung ist nicht gewaltfrei, auch wenn es vielen gelingt die Gewalt durch Aufgabenteilung aus ihrem Bewusstsein zu verbannen.
Andererseits ist es eine historische Tatsache, dass die Zeiten in denen man Konflikte mit Macht- und Gewaltanwendung lösen kann lang vorbei sind.
Schon der "Dreissigjährige Krieg" im Mittelalter, konnte nachdem das Kriegsgebiet zu mehr als 2/3 entvölkert war, erst durch eine Friedensvereinbarung beendet werden; und so ist es mit jedem Krieg seit dem. Wenn diese Vereinbarung missglückt, trägt sie die Wurzel des nächsten Krieges bereits in sich.

Wie also dieses Dilemma lösen? Oder -


Warum ist es so schwer Gewalt aus der Kommunikation herauszuhalten?

Seit dem ich begonnen habe diese Seite zu schreiben, denke ich über diese Frage intensiver nach, als je zuvor. Vorerst habe ich als Lösungsmodell erkannt:
Die größte Aufgabe ist zu erkennen, zu akzeptieren und vor allem offen zu kommunizieren wie wenig man über seinen Gesprächspartner weiß.
Gewaltfreie Kommunikation setzt die Bereitschaft voraus sich in die Ansichten, Gefühle und Bedürfnisse seines Gegenübers hineinzudenken und dabei auch ernsthaft bereit zu sein die eigenen Ausgangspunkte in Frage zu stellen.
Nur wenn Kommunikation vorn diesem Ansatz ausgeht bietet sie einen Weg wirksam mitzuteilen, dass ich selber diese Ansichten, Bedürfnisse und Gefühle nicht teile. Diese "Meinungsverschiedenheit" ist die Wurzel aller verbalen Konflikte, denn normalerweise wird sie mit Formulierungen mitgeteilt wie,- "du irrsrt/ liegst falsch" oder noch stärker abwertenden Ausdrücken, und damit beginnt die Auseinandersetzung, wer hier im Irrtum ist. Jeder Teilnehmer fühlt sich durch die Ansichten des anderen in Frage gestellt und will dies nicht zulassen. Man fühlt die Gefahr um die eigenen Sicherheiten und will diese Gefahr nicht akzeptieren, weil die Welt doch eh schon unsicher genug ist.
Damit schließt sich der Kreis und wir sind wieder oben bei der Frage / Rubrik "was kann man für sich daraus lernen" und "Nachteile und Schwächen".
Die Prinzipien sind so einfach und doch ist deren Umsetzung so schwer, weil im Kern dieses Problems die Unsicherheit, der Satz "ich weiß, dass ich nichts weiß" d.h. ich akzeptiere, dass die Welt notwendig und immer unsicher ist, und dass es keine "sichere endgültige Erkenntnis in dieser Welt gibt" wie eine fette Spinne im Netz sitzt die nur darauf wartet mich zu verschlingen.
Ich muss erst

  • Frieden mit dieser Unsicherheit schließen
  • und dann einen angemessenen Weg finden diesen Frieden in meine Alltagssprache so zu integrieren, dass ich nicht als erstes die Antwort erhalte,- "hör doch auf mit Deiner Psychoscheiße" was nicht anderes meint als ,- stelle nicht andauernd meine Art mit dir zu reden in Frage, um
  • ein erfolgversprechendes Gespräch mit dieser Methodik in meinen Alltag zu integrieren
  • kurz gesagt ich muss eine Persönlichkeit entwickeln, die so viel Respekt und Akzeptanz ausstrahlt, dass bei ihr Unterscheide erst mal angenommen werden und nicht gleich Agressionen auslösen.
    Das waren früher die "weisen alten Frauen und Männer" am Lagerfeuer, aber die waren schon immer selten, "die Latte liegt also ziemlich hoch", es wartet viel Arbeit an mir selbst auf mich und keine Garantie, dass die Mühe von erfolg gekrönt wird.


Was kann Mediation leisten?

Am Ende ist es wie bei jedem anderne Konflikt heutzutage. Wenn man den Konflikt beenden will muss man Verhandeln, und eine Einigung finden, die so weit als möglich die Nöte und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.

Das gilt in der Weltpolitik genau so wie hier.

Mediation kann hier helfen die Sitauation zu klären, d.h. dass jeder diese Nöte und Bedürfnisse des anderen erkennen und verstehen kann, und ggf. deren Ursachen.
Sie bietet auch Methoden und Wege mögliche Lösungen zu finden und daraus die Erfolgversprechendeste auszuwählen.

Was hat es mir gebracht diese Seite zu schreiben?

Ich habe auf dieser Reise die in dieser Seite steckt enorm viel gelernt. Da ich Freude am Lernen habe hat es auch Spass gemacht. Wenn für Sie ein paar hilfreiche Gedanken dabei waren würde es mich besonders freuen. Wenn Sie wollen können Sie einen Kommentar auf meiner facebook Seite Facebook von meinem Büro schreiben oder mir ein mail schicken.



Mehr zu Mediation und anderem?

  1. Weitere Antworten zu einigen häufigen Fragen über Mediation finden Sie


    Weitere Dienstleistungsangebote sind Steuerberatung und Rechtsberatung. Näheres dazu siehe:
    Steuer- und Anwaltskanzlei
    Steuererklärungen für Arbeitnehmer und Rentner / "Lohnsteuerhilfe"

    Dienstleitungs - Sprachen:
    I can offer my services also in Englisch.
    Je peux vous offrir mes services aussi en Francais


    You can find English versions of some content at www.ra-rmw.com. Sorry but it will be only a small part of all, because I hadn't enough time to write all of it in English.

Erfolgreiche Mediation schafft Vertrauen, kann mögliche Wege der Veränderung zeigen, und helfen diese Veränderung durchzuführen.

Wenn Sie wissen wollen wie ich zu dieser Überzeugung gelangt bin können Sie meine Überlegungen hier sowie in der Folge,- 10 Seiten pdf -, im PDF Beziehung Entscheidung und Kommunikation sowie auf den Seiten Verhandeln   |   Weitere Fragen und Antworten und Der Weg von der Wahrnehmung zum Handlen nachlesen, oder Sie rufen mich an 089 - 51657968 und stellen mir Ihre Fragen persöhnlich.

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